Charakterstudie

Wie ihr ja wisst, ist Ramona jetzt ein fester Bestandteil unserer Familie. Da wird es sicher Zeit einmal etwas näher auf sie einzugehen.

Eigentlich würde sie eine perfekte Katze abgeben. Dass sie gerne Mäuse fängt, habt ihr ja schon erfahren. Hier ebenso zahlreich zu findende Grillen und Glühwürmchen scheinen ihr auch zu schmecken und selbst vor Vögeln macht Ramona nicht Halt. Neulich hüpfte doch so ein vorwitziges Vogelküken über unseren Weg und Mona hatte es schneller im Maul als es piep sagen konnte. Auf ein deutliches „NO“ lies sie es zwar direkt fallen aber nur um mit treuherzigem Blick in meine Richtung ala: „Aber ich hab es doch gefunden…“ erneut zu zuschnappen. Doch keine Panik, das Küken überlebte angesabbert aber unverletzt und trippelte direkt zu seinen Vogeleltern zurück. Na die haben ein Geschrei veranstaltet und zur Kindesrettung glatt einen gebrochenen Flügel vorgetäuscht…

Auch als Schaf würde unsere Ramona durchgehen, soviel Gras wie sie jeden Tag rupft. Jetzt hat sie allerdings ein Grasfressverbot vom Tierarzt bekommen. So ein Hundeleben ist halt auch nicht einfach, überall Verbote…

Zum Glück ist Mona zusätzlich ein Sammler: Autos, Bälle, Armbänder –  sie findet alles, was andere irgendwo im Park vergessen oder verloren haben. Übrigens sehr zur Freude von Ben, er liebt diese „Schatzsuche“. Da wird das „ständige“ Spazierengehen doch glatt zum Abenteuer. Da Mona die Schätze dann gegen ein Leckerli auch bereitwillig an Ben abgibt, ist die Welt in Ordnung. Heute hat sie im Dunklen einen Teddybär entdeckt und ihn voller Stolz und demonstrativ mit dem Popo wackelnd nach Hause getragen. Ja unser Hund kann – wenn sie Aufmerksamkeit möchte – die Hüften schwingen wie ein Topmodel.

Streit zwischen Ben und Ramona gibt es höchstens einmal um einen besonders tollen Stock. Wir haben dank der diesbezüglichen Sammelleidenschaft von beiden vor unserer Haustür inzwischen genug Material für ein kleines Lagerfeuer beisammen. Neulich fand Ben einen noch relativ jungen, sprich mit dünnerem Stamm ausgestatteten, umgestürzten Baum. Kaum hatte ich ihm ausgeredet diesen mit nach Hause zu schleppen und ihn zurück an Ort und Stelle legen lassen, kam unser Hund, schnappte sich das etwa viermal so lange Holzstück – und Ramona ist wahrlich selbst nicht klein –  und zerrte es hinter sich her.

Ansonsten ist Ramona eine ruhige Mitbewohnerin – Eric hat bis gestern gar nicht gewusst, dass sie überhaupt Bellen kann. Sie liebt es mit uns zu schmusen, wild mit anderen Hunden durch den Park zu tollen und sie schnarcht beim Schlafen genauso laut wie der Rest der Bande.

 

Fastfood in the mexican way

Der Burger ist nur mit Guacamole original mexikanisch und die Pommes dazu werden oberlecker mit Pfeffer bestreut serviert. Beim Chinesen hier gibt es Rippchen in süßer rosa Granatapfelsauce und beim Griechen wird das Gyros aus Hack in der Light Version auf Nopales serviert. Dann aber wenigstens mit dem allgegenwärtigem Käse überbacken. Das Bier kann gerne mal als Würzbier mit Salsa und wer weiß welchen zusätzlichen Gewürzen und einem Chillirand am Glas bestellt werden. Wer meint dies wäre scharf, der irrt. Sauer trifft es eher. Die Mexikaner lieben Limone und mischen die einfach überall dazu. Chili pur als Gewürzpulver ist kaum zu finden, dann eher die frischen Schoten verwenden. Bei der Majonäse verhält es sich ähnlich.
Wer sich jetzt fragt, wieso wir Fastfood essen, dem sei gesagt dass wir dies wie in Deutschland mit einem Großeinkauf verbinden 😉 Manchmal muss es einfach schnell gehen und in Einkaufszentren findet man leider keine mexikanischen „Garküchen“.
Heute hat uns dann ein Foodtruck bei einem Vormittag mit Kind und Hund im Park erwischt und da konnten wir natürlich auch nicht wiederstehen 😇

Frohe Ostern

Nachdem wir heute morgen zusammen mit Ben fleißig Ostereier gesucht haben, sitze ich nun irgendwo in Querétaro bei einem zugänglichen WLAN und stelle diesen Artikel ein. Internet für zu Hause ist beantragt und sollte in den nächsten 15 Werktagen zur Verfügung stehen. Mein Limit beim Smartphone ist bereits restlos überschritten, da wird man kreativ.

Wir wünschen allen ein frohes Osterfest und hoffen es ist ganz anders verlaufen als das meinige.  Frohe Ostern weiterlesen

Meckern auf mexikanisch

  • Es sagt sich schnell im Zorn: „Geh doch hin wo der Pfeffer wächst!“ Hier in Mexiko wird man mit diesem Spruch allerdings die gewünschte Wirkung verfehlen. Sie stehen einfach überall die aromatisch duftenden und Schatten spendenden peruanischen Pfefferbäume mit ihren rosa Pfefferkörnern. Also unliebsame Mitbewohner lieber zum Mond schiessen und Pfeffer zum Kochen ernten. Meckern auf mexikanisch weiterlesen